• robertmuellner

Wem dienst Du?

Aktualisiert: 5. Nov 2019


Fotoquelle: energepic.com von Pexels

Digitale Technologie sollte eigentlich dem Menschen dienen, doch tut sie das? Die Verlockung ist groß, die Tools genial und ehe man es sich versieht ist der User der digitalen Technologie verfallen und weit entfernt von gesundem Konsum. Blogartikel Nr. 2 zu digital wellbeing aus der Blogreihe 23ThingsMCI.


Wir verbringen zu viel Zeit im Internet, auf sozialen Medien, beim Spielen von Online-Games oder bei sonstigen digitalen Aktivitäten. Eine regelrechte Internet- und Handysucht ist ausgebrochen und führt bereits nachweislich zu mentalen und physischen Beschwerden. Konsequenzen sind unter anderem Kopf- und Rückenschmerzen, Verspannungen, fehlende Konzentration und schlechte Augen. Darauf reagieren nun auch bereits Technologieunternehmen mit Tools und Apps, damit Menschen weniger Zeit auf den Geräten verbringen.


In der heutigen Zeit können Menschen – vorausgesetzt sie verfügen über den Zugang –

von Zuhause aus bereits vieles digital abwickeln. Beispielsweise Rechnungen bezahlen, auf Amazon* einkaufen, Lebensmittel bestellen und auch die Partnersuche ist heute (2019) schon über Online-Plattformen ganz normal geworden. Kinder spielen lieber auf ihren Smartphones oder Spielekonsolen, anstatt draußen in der Natur. Die zunehmende Digitalisierung schwächt die interpersonellen Fähigkeiten, nachweislich. Die Pflege von Social Media Accounts wird immer wichtiger und viele Menschen schaffen sich einen digitalen Auftritt, der mit geschönten Bildern von Urlauben und Materialismus geprägt ist. Dies kann, wie bereits bekannt, bei einigen Benutzern zu Minderwertigkeitsgefühlen und damit verbundenen Beschwerden wie Depressionen oder Angst führen.


Digitale Technologie sollte dem Menschen dienen und den Alltag sowie die Lebensqualität verbessern und nicht umgekehrt. 

Fotoquelle: Pixabay von Pexels

Unternehmen wie Apple* und Google* aber auch Instagram* und Facebook* reagieren bereits darauf und formten den Begriff digital wellbeing. Dabei geht es um eine Balance zwischen "Technologie-Leben" und dem "normalen" Leben. Deshalb wurden eine Reihe von Tools und Funktionen entwickelt damit die Benutzer deren Zeit auf den Geräten selbst überwachen, steuern und kontrollieren können. Zeitaufzeichnung der einzelnen Apps und Anwendungen wird ermöglicht und Benachrichtigungen oder Einschränkungen können bei einem selbst definierten Zeitlimit eingestellt werden. Ein Entspannungsmodus erinnert am Abend das Smartphone abzuschalten, Smart Reply schlägt Antwortvorschläge auf Nachrichten vor, damit Zeit gespart wird, Google Photos räumt Chaos in der Galerie auf und bearbeitet Fotos eigenständig. Zudem sind Sprachassistenten bereits ausgereift und helfen uns nicht nur beim Verfassen von Nachrichten, was wiederum Zeit spart.


Find a balance with technology that feels right for you

Eine weitere coole App ist Forest, welche dabei hilft fokussiert zu bleiben. Jedes mal wenn eine Aufgabe fokussiert erledigt werden soll, wird ein virtueller Samen gepflanzt. Wenn der User nicht auf sein Smartphone schaut, wächst dieser kontinuierlich zu einem Baum. Mit der Zeit entsteht dann aus einem gepflanzten Baum ein ganzer Wald (Forest).


Die aufgezeigten Beispiele stehen für positive Entwicklungen, doch ob die Funktionen ausreichen, wenn man bereits süchtig nach einer Anwendung oder dem Handy ist bezweifle ich, hier könnten weitere Mechanismen eingeführt werden. Dennoch schafft man Bewusstsein wo die Zeit investiert wird und wie man besser abschalten und entspannen kann. Aus einem Selbsttest kann ich nur jedem wärmstens empfehlen "digital wellbeing" zu probieren, denn man glaubt oft nicht, wieviel Zeit man über den Tag verteilt am Handy oder generell mit Technologie verbringt.


Ich hoffe ich konnte Euch mit diesem Beitrag ein bisschen mehr in das Bewusstsein rufen, wie wichtig unsere Zeit ist und wie wir eine Balance zur Technologie finden. Es gibt dafür bereits eine Reihe von tollen Funktionen auf digitalen Geräten die Ihr unbedingt nutzen solltet.



PS: Ich bin Robert, 26 Jahre, studiere Business Administration (MBA) sowie BWL (BA) und darf hier im Businessdschungel als Gastblogger auf pesto.live auftreten. Ursprünglich komme ich aus dem Baugewerbe, arbeitete dieses Jahr aber schon in der Unternehmensberatung. Nebenbei jobbe ich noch projektbezogen für die eine oder andere Firma. Petra kenne ich von dem MBA-Studium, wir sind sozusagen "Study-Buddys" und wir zwei haben uns gemeinsam durch das Studium geboxt! Vor einigen Jahren fand ich meine Begeisterung zu digitalen Themen und habe mich gerade in eine zusätzliche Lehrveranstaltung am MCI (Management Center Innsbruck) für Digitale Skills eingeschrieben. Daraus möchte ich für Euch die wichtigsten Inhalte teilen und verbreiten. 



Literaturquellen:

SEEKRTECH CO., LTD. (2019). Online: https://www.forestapp.cc/ [abgefragt am 31.10.2019]

Fossbytes. (2018). Explained: Why Has Digital Wellbeing Become The Need Of The Hour?. Online: https://www.youtube.com/watch?v=nZqLZuoOsaY [abgefragt am 31.10.2019]

Google Alphabet Inc. (2019). Find a balance with technology that feels right for you. Online: https://wellbeing.google/ [abgefragt am 31.10.2019]

Apple Inc. (2019). Online: https://www.apple.com/uk/newsroom/2018/06/ios-12-introduces-new-features-to-reduce-interruptions-and-manage-screen-time/ [abgefragt am 31.10.2019]


*) Werbung I Namensnennung, unbezahlt.

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